Manfred Ehlert’s AMEN  "AGUILA"

feat. Marc Storace- Digitale Veröffentlichung

1. Shine On

2. Why don`t you wanna stay

3. I see the blue

4. I`m a man

5. Soul man

6. Make my day (Loveland Version feat. Glenn Hughes)

7. When you need love Tonight

8. Feel the Joy

9. Lost Child

10. Atlanta

11. The Magic of K1

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1996 veröffentlichten Manfred Ehlert und Marc Storace als Zwei-Mann-Team das PopRock Album "Aguilar". Es ist von Storaces "KROKUS"-Geschichte beeinflusst und um einiges rockiger als das Vorgängeralbum «Amen»: PopRock aus zwei Händen und einer Stimme.

Der Titel "The Magic of K1", der für den K1-Weltmeister Andy Hug, der in Japan zum Samurai geworden war und viel zu früh im Jahr 2000 starb, produziert worden war, wurde zur K1-Kampfhymne, die bis heute im Training diverser Sportler verwendet wird. Erstmals veröffentlicht wird der Titel «Atlanta», der für die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta komponiert, aber nie veröffentlicht wurde.

Sonderbonustrack "Make My Day" (Loveland-Version) mit Glenn Hughes, dessen Gesang 1989 für das 1994 erschienende Album «Amen» aufgenommen und von Manfred Ehlert mit neuen Arrangements im Halftime Tempo neu inszeniert wurde.

Gesang: Marc Storace. Alle Instrumente & Programmierung: Manfred Ehlert. Alle Texte geschrieben von Storace / Ehlert.

Die Instrumente wurden von Manfred Ehlert bei sich zu Hause aufgenommen. "AGUILA" wurde 1995/96 von Manfred Ehlert und Donald W. Richards in seinen Nighttower Studios am Fusse des Pilatus in der Nähe von Luzern gemischt und produziert.

 

Bildhauer Skulpur: Roland Nadig,

Bildhauer Fotograf: Sandro Diener

Cover Remake: Sebastian Hugelshofer

Shortcut Video: Jörg Hennecke

 

Persönliche Anmerkung:

1995 war das Studio von Donald soweit ausgebaut und von ihm so programmiert, dass die 4 digitalen Mischpulte, Sound Module, Effekte und die digitalen Aufnahmemaschinen miteinander synchronisieren und alle gemachten Einstellungen abgespeichert werden konnten. Alles, was heute fast jeder in seinem Mac Notebook mit der entsprechenden Software zu Hause fast kostenlos machen kann, dies alles hatte damals nicht nur ein Vermögen gekostet, sondern wie geschrieben hunderte Stunden von Programmierarbeit, Tests, Abstürze, Frustration, Glücksgefühle etc. bedeutet. Donald war hier ein Pionier und auf seine Art genial. Er stellte mir damals einen der 3 digitalen 8 Spur Harddisc-Recorder zur Verfügung, auf dem ich auf 6 Spuren alle Bässe und Gitarren zuhause aufgenommen hab. Alle Keyboards und die Schlagzeugrhythmen spielte ich in den Atarie 1040 Computer, die dann Synchron mit der Maschine mitliefen. Diese Daten sowie die aufgenommen Spuren wurden dann in seinem Studio in die Soundmodule und digitalen Maschinen eingespeist, der Gesang aufgenommen und dann alles gemischt. Diesmal funktionierte das Studio bis auf wenige Abstürze sehr gut. Einmal mehr war das Problem die Nachtarbeit: Wie viele Male haben wir bis in die frühen Stunden die Songs gemischt, um am nächsten Abend vor dem Beginn der nächsten Session festzustellen, dass die Mixe der vorangegangenen Nacht nicht wirklich gut waren. Grund: Um wirklich alle Feinheiten hören zu können, sollte man ausgeschlafen sein. Mein Fulltime Job ermöglichte den Beginn der Arbeiten erst nach 20.00 bis morgens früh.. Genau. Irgendwann ist der gesundeste Körper resp. sind die wachsten Ohren müde, 3 bis 4 Stunden Schlaf reichen auch nicht immer…. Aber eines Tages wurden wir fertig. Der «Aguilar», oder wie nun neu ohne R, da Adler eigentlich «Aguila» heisst: Der Adler konnte endlich lernen zu fliegen.

Ein paar Worte zu Marc Storace und «Aguila»

Nach der ersten Zusammenarbeit mit Marc Storace beim 1. AMEN Album (Release 1994), bei dem dieser grossartige Sänger seine beeindruckende Vielseitigkeit unter Beweis stellen konnte, liefen im Hintergrund bereits die ersten Gespräche für ein 1. Comeback mit Album von seiner Hauptband Krokus, bei dem ich ihn als Freund gegenüber seinen Mitstreitern vertreten durfte. 1995 wurde das Album «To Rock Or Not To Be» veröffentlicht, das erste Album seit Storace’s Ausstieg aus der Band 1988.  

Dieses Album sowie Feedbacks von Fans auf das 1. AMEN Album, die teilweise etwas Mühe mit Marc’s Stimme in dieser Art von musikalischem Umfeld hatten (damals war «Crossover» noch nicht weit verbreitet und die musikalische Toleranz der Fans noch nicht so gross wie heute), führten dazu, dass das Nachfolgealbum «Aguila» rockiger als sein Vorgänger wurde. Dies entsprach eigentlich nicht dem AMEN-Projekt Konzept, dass aussergewöhnliche Stimmen sich auf musikalisch anderen Pfaden als üblich bewegen. Interessanter Hinweis: 1996, als noch kaum jemand ein Handy oder eine Digitalkamera hatte, war auch noch nicht üblich, dass das komplette Schlagzeug nicht live gespielt sondern auf einer Drum-Maschine programmiert wurde. Dies haben zwar nur wirkliche Fachleute erkannte, trotzdem gab es Kritik dafür. In der Zwischenzeit gibt es Handys, Digitalkameras und sehr viele Produktionen, auf denen nur noch Drum-Maschinen oder/und Musik-Computer zum Einsatz kommen.

 

Abgesehen davon, dass 1996 Rockmusik generell einen sehr schweren Stand hatte, kam für diese Veröffentlichung dazu, dass kurz nach Veröffentlichung von «Aguila» der Vertriebspartner unseres Schweizer Label in Deutschland Konkurs gemacht hat. So fand das Album auf einem der wichtigsten Märkte der Welt nicht statt, was auch andere Länder davon abhielt, das Album überhaupt zu veröffentlichen. So Stand der «Aguila» (Adler) nicht nur für eine vom Aussterben bedrohte Spezies, sondern war in diesem Falle abgestürzt und gestorben. So können Musiker trotz hartem Arbeiten nicht verhindern, dass andere Ihren Job nicht ebenso gut machen.

Überlebt hat die Freundschaft zu Marc, diesem sehr liebenswerten Musiker und Menschen mit dem Herz auf dem rechten Fleck sowie zu seiner lieben Familie.

PS: Wer das ganze Spectrum von Marc’ Stimme hören möchte und seine Stimme liebt, sollte unbedingt in dieses (und das "Amen") Album hören, sind doch die Songs zeitlos und Marc stimmlich in absoluter Topform. Und ganz nebenbei gesagt: Es sind auch verdammt gute Songs… Bonus: Ein spezielle Loveland-Version von «Make My Day» vom 1994 Album «Amen» mit Glenn Hughes am Mikrophon. Der Gesang wurde 1989 aufgenommen.

 

PS2: 2008 fand das erneute Krokus Comeback in der fast-Originalbesetzung statt. Seither tourt die Band nun auf Ihrer "Good by Amigos" Tour erfolgreich und in Topform durch die Welt. Welch würdiger Abschluss einer crazy Bandkarriere. Marc wird 2021 sein 1. Soloalbum veröffentlichen. Ich freue mich darauf.

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© 2020 Manfred Ehlert

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